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Migration und Integration

Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund ist uns ein wichtiges Anliegen. 

Unsere Schulgemeinschaft ist eine bunte Mischung vieler Nationalitäten. Auch diese vielfältigen Potentiale werden an unserer Schule entsprechend gefördert. Jedes Kind hat darüber hinaus die Möglichkeit in seiner Muttersprache ein zusätzliches Unterrichtsangebot wahrzunehmen. 

Diese Zweisprachigkeit ist nicht nur ein großer Vorteil für das „spätere Leben“, sondern bietet auch die Möglichkeit mit einer guten Note in der Muttersprache eine schlechte Englischnote im 10. Schuljahr auf dem Zeugnis auszugleichen.

Basierend auf fundierten, neu konzipierten Lehrplänen der Fächer Deutsch und Gesellschaftslehre erteilen wir seit dem Schuljahr 2006/07 an unserer Schule für alle Jahrgänge herkunftssprachlichen Unterricht in Türkisch (HKU).

Dabei sind die Inhalte im Regelunterricht und im HKU Türkisch aufeinander abgestimmt und gewährleisten eine optimale Förderung und Verständnishilfe in den betreffenden Unterrichtsfächern. 

Im August 2013 richteten wir eine Internationale Förderklasse (IFÖ) ein. In dieser Lerngruppe werden Kinder und Jugendliche aus Krisengebieten unterrichtet.

Diese Kinder brauchen eine besonders intensive Zuwendung und Betreuung, die weit über das normale Maß des Unterrichtens hinausgeht. Diese wertvolle Aufgabe für diese Kinder und unsere Gesellschaft leisten wir als Hauptschule gerne!

Mit dem Erlangen deutscher Sprachkenntnisse werden die Kinder in Regelklassen aufgenommen, damit auch deren soziale Integration erfolgreich umgesetzt wird und auch sie einen erfolgreichen Schulabschluss erlangen können.

Seit Februar 2016 gibt es an der GHS Drimborn 3 Internationale Förderklassen, in denen derzeit 40 SchülerInnen aus 9 Herkunftsländern in altersgemischten Klassen leistungshomogen unterrichtet werden.

 

Die IFÖ A ist die Lerngruppe für „sekundäre“ Analphabeten, also Kinder, die in ihrer Muttersprache lesen und schreiben können, jedoch die lateinische Schrift erst lernen müssen, und für Sprachanfänger.

 

Sind Grundlagen im Lesen und Schreiben gelegt, wechseln die SchülerInnen in die nächst höhere Lerngruppe, die IFÖ B, und arbeiten dort auf dem Niveau A 1 (nach dem Europäischen Referenzrahmen).

 

 

Ist das Niveau A 1 erreicht, können die SchülerInnen in die IFÖ C wechseln, in der bis zum Niveau B 1 Deutsch als Zweitsprache unterrichtet wird. Von dort findet auch der Übergang in eine Regelklasse statt, in enger Absprache mit den Klassen- und FachlehrerInnen der jeweiligen Jahrgangsstufe.

 

 Der Übergang kann ganz oder auch schrittweise erfolgen, je nach Lernstand. So ist es z.B. auch möglich, zunächst an bestimmten Fächern wie Mathematik, Sport, Kunst oder Englisch am Unterricht der Regelklasse teilzunehmen. Dies wird von Fall zu Fall individuell entschieden. Grundsätzlich ist ein Wechsel auch unterjährig möglich.

Der Wechsel kann erfolgen, wenn die SchülerInnen über ausreichend Wortschatz und Grammatikkenntnisse verfügen, um dem Unterricht in einer Regelklasse – mit weiteren Förder- und Unterstützungsangeboten -  folgen zu können.

Je nach schulischer Vorbildung und Leistungsbereitschaft dauert der Verbleib in einer Internationalen Förderklasse bis zu 2 Jahren.

 

In den Klassen IFÖ B und C wird mit dem Lehr- und Arbeitsbuch „Delfin“ (Hueber-Verlag) gearbeitet. Zur Festigung und Vertiefung des Lernstoffes arbeiten die SchülerInnen mit der dazugehörigen Lernsoftware. Auch auf anderen Onlineplattformen wird der Stoff geübt, so dass der Umgang mit dem PC, auch zum Nachschlagen von Vokabeln, trainiert wird.

 

Neben Deutsch als Zweitsprache haben die SchülerInnen der Internationalen Förderklassen Unterricht in den Fächern Mathematik, Sport und Hauswirtschaft.

 

Um die SchülerInnen der Internationalen Förderklassen gut in die Schulgemeinschaft zu integrieren, nehmen sie an allen Aktivitäten der Schulgemeinschaft teil, wie Bundesjungendspiele, Projekttage, Berufsinformationstag, Schulfest, Karnelval usw.

Ab Jahrgangsstufe 8 werden alle SeiteneinsteigerInnen auch in alle Bereiche der Berufsorientierung wie z.B. Berufsfelderkundungen, Praktikum, Girls- und Boysday, einbezogen.

 

Um die Umgebung und Stadt zu erkunden und das Leben in Deutschland  kennen zu lernen, werden regelmäßig Unterrichtsgänge zu öffentlichen, kulturellen oder sportlichen Einrichtungen (Museen, Tierpark, Dom, Stadtführung, Boulder- Eishalle usw.) unternommen. In einem mehrtägigen Sozialtraining werden Regeln erarbeitet und trainiert und die Klassengemeinschaft gestärkt. Teilnahme an Theater- und Tanzprojekten stärken zudem die Persönlichkeit.

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